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Mit Herz-Kreislaufbeschwerden in die Sauna?
Tatsächlich stellt die Sauna einen ausgeprägten Herz-Kreislaufreiz dar, der aber häufig falsch und oft zu intensiv eingeschätzt wird. Das Herz pumpt in ruhigem Zustand mit 60 - 70 Schlägen etwa 6 Liter Blut pro Minute (Herzminutenvolumen) in den Kreislauf. Bei einem Saunagang mit dem empfohlenen üblichen Badeablauf und einer Saunatemperatur von 80 - 90 Grad C steigt das Herzminutenvolumen auf 10 - 12 Liter Blut je Minute bei einem Puls von 120-130 Schlägen an. Während des Aufgusses erhöht sich diese Anzahl zusätzlich nochmals um 15 - 20 Schläge. Dies entspricht jedoch nur etwa der Hälfte der maximalen Kreislaufbelastung und auch ein untrainiertes Herz schafft 180 - 200 Schläge pro Minute und kann bis zu 20 Liter Blut und mehr pumpen. Neben der erhöhten Herzschlagfolge wird in der Saunawärme gleichzeitig mehr Blut pro Schlag befördert, da die Kraft, mit der sich der Herzmuskel zusammenzieht, größer wird. Die Erhöhung der Umlaufmenge des Blutes auf beinahe das Doppelte wird mit einer Frequenzsteigerung von nur 50 Prozent erreicht. Das Herz arbeitet in der Sauna eben "ökonomischer".

Bedeutsam beim Saunabesuch ist auch die zweite Komponente des Blutkreislaufes, der Blutdruck. Dieser steigt im Gegensatz zu einer sportlichen Leistung in der Sauna kaum an. Die Ursache hierfür liegt darin, dass die Blutgefäße in der Haut zur Wärmeabwehr weitgestellt werden. Ein Puls von 120 in der Sauna hat, aufgrund des verringerten Widerstandes, gegen den das Herz arbeiten muss, eine geringere Kreislaufbelastung zur Folge als der gleiche Puls bei einer sportlichen Betätigung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass deshalb auch Personen mit erhöhtem Blutdruck eine Sauna besuchen können. Diese Menschen profitieren durch eine Senkung des Ruheblutdruckes sogar langfristig vom Saunabaden. Folgt dann auf die Wärme des Saunaraumes ein intensiver Kältereiz, ziehen sich die in der Saunawärme erweiterten Blutgefäße der Haut zusammen und der Blutdruck steigt -zumindest im Kaltwassertauchbecken- an. Deshalb sollten Personen mit erhöhtem Blutdruck auf das kalte Tauchbecken verzichten und sich statt dessen nur kalt abduschen oder mit Güssen abkühlen.

Selbst nach einem Herzinfarkt können die meisten Menschen wegen der geringen Herz-Kreislaufbelastung saunabaden. Die Saunabelastung beträgt nur 50 - 75 Watt, eine Leistung, die von den meisten Herzpatienten problemlos geschafft wird. Allerdings sollte vor dem ersten Saunabad der Hausarzt aufgesucht werden.

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