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Die Sauna als Wechselbad

Die Sauna ist ein Wechselbad mit Erwärmung des Körpers in einem Raum aus Holz und anschließender Abkühlung durch Außenluft und kaltem Wasser.Da der Körper als Reaktion auf die Wärmebedrängnis kräftig zum Schwitzen gebracht wird, gehört die Sauna zu den Schwitzbädern. Deshalb wird sie als Nacktbad durchgeführt.

Das Badeklima im Saunaraum:
Typisch für die Sauna ist das Klima im Saunaraum. Dadurch unterscheidet sie sich von anderen Schwitzbädern. Die Temperatur beträgt an der Raumdecke etwa 100 °C und fällt zum Boden hin (kühlere Luft ist schwerer) auf etwa 40 °C ab. In der Hauptbadezone (obere – mittlere Bank) im oberen Teil des Saunaraumes, die der Badende über die Stufenbänke erreicht wird, herrschen Lufttemperaturen von etwa 60 – 90 °C.

Aber nicht nur die Luft ist oben heiß, sondern die Holzflächen von Wänden und Decke sind es auch. Die Saunadecke strahlt z.B. mit etwa 100 °C Wärme in die Haut der Badenden ein (= Infrarotstrahlung). Eine hohe Wärmestrahlung geht ebenfalls von den heißen Oberflächen des Ofens aus. Insgesamt werden zwei Drittel der vom Badenden in der Sauna aufgenommenen Wärmemenge über die Wärmestrahlung übertragen. Die anderen Wege der Wärmeübertragung (Wärmeleitung, Wärmemitführung, Niederschlag) haben im Saunaraum dagegen geringere Bedeutung.

Der Wasserdampf der Luft in der Sauna (Luftfeuchte) muss so gering sein, dass Wasser aus der (schwitzenden) Haut verdunsten kann, was eine Kühlung der Haut bewirkt. Man spricht deshalb bei der Sauna auch vom trockenen Heißluftbad.

Dabei ist es beim Saunabaden üblich, dass durch einen Wasseraufguss auf die heißen Ofensteine die Feuchte schlagartig erhöht wird. Als Folge schlägt sich Wasser auf der Haut der Badenden nieder und erzeugt einen zusätzlichen Hitzereiz. Die Luftfeuchte geht danach in wenigen Minuten auf den ursprünglichen Wert zurück, da das Holz etwas Wasserdampf aufnimmt und vor allen Dingen die feuchte Luft über die Abluftöffnung entfernt wird. Zur Erreichung der vollständigen gesundheitlichen Wirkungen eines Saunabades ist ein Aufguss allerdings nicht notwendig.

Das Badeklima in der Abkühlphase:
Das Klima in der Abkühlphase entspricht im Außenbereich den jahreszeitlichen Wetterbedingungen und im Abkühlraum des Saunabetriebes etwa dem eines Wohnraumes. Die Temperatur im Abkühl- Kaltwasserraum sollte nicht über 20 °C ('Abkühlwirkung') liegen bei geringer Luftfeuchte.

Die Wirkungen der Sauna:
Die Wirkungen sind für den ganzen Körper einschließlich der Psyche sehr umfassend. Sie betreffen den Wärme- und den Wasserhaushalt, den Herz- und Blutkreislauf, die Haut und die Nieren und nicht zuletzt das Nervensystem und die hormonellen Steuereinrichtungen des Körpers.

Für eine gute Verträglichkeit des Saunabades sorgt der Umstand, dass die Wärmeeinwirkung nur nach Minuten (8-max 15 min) bemessen wird, um alle Wirkungen zu erzielen, und dass auch die Abkühlreize kurzzeitig sind. Für eine Belastung des Organismus ist immer der Zeitfaktor entscheidend, weniger die Reizstärke. Beim regelgerechten Saunabaden sind Wärme- und Kältereize wohl dosiert für verträgliche, spürbare Wirkungen.

Die Bedeutung der Sauna:
Die Bedeutung des Saunabades liegt in seinen Wirkungen für die Entspannung von Muskulatur und Psyche, für Erholung und Erlebnis, für ein gutes Aussehen (Hautzellenerneuerung) und für die Verbesserung der Abwehrlage gegenüber banalen Infekten sowie in der Übung wichtiger Körperfunktionen. Bei vielen Erkrankungen wird dem Saunabaden eine Therapie unterstützende Wirkung (Adjuvans) zugeschrieben.


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