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Sauna-Informationen für Venenkranke
„Heiße Sauna - und dann Venenpatienten?“ stutzt der Leser und erinnert sich, unlängst wieder eine Warnung der Beinleidenden vor warmem Klima und warmen Bädern gelesen zu haben. Es wird Zeit, erneut nachdrücklich auf einen Irrtum hinzuweisen. Denn es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht in Tageszeitungen oder Illustrierten bei chronischen Venenstörungen vor Wärmeanwendungen und Sauna gewarnt wird. Die Meldungen kommen meist aus einer Quelle. Manchmal heißt es nur wie bei Dr. Taucher aus München, die Sauna sei „mit Vorsicht zu genießen“ - die der Wärme folgende Abkühlung sei allerdings - wie eine Kneippkur - günstig. Und Prof. Dr. Wienert, Aachen, kennt seine Saunafreunde: „Wenn sie es doch nicht lassen können, dann im Liegen und nicht im Sitzen schwitzen“ und gleich anschließend die Beine intensiv abkühlen.

Tatsache ist jedoch, dass bei der Häufigkeit von Venenschädigungen (man nennt Zahlen von 30 bis 50 Prozent der Bevölkerung!) mit Hunderttausenden von Beinleidenden in unseren Saunas zu rechnen ist. Mit Sicherheit gehen diese Patienten nicht in die Sauna, weil sie sich eine Heilwirkung auf ihre Krampfadern versprechen, sondern trotz der Krankheit der vielen anderen guten Wirkungen wegen. Bei richtiger Badeweise gibt es auch keine Verschlechterung, sondern es hilft im Gegenteil, Verschlimmerungen zu vermeiden.

Man darf das Saunabaden nicht mit Wärmeeinwirkungen anderer Art, die genannt werden, verwechseln, etwa Urlaub in heißen Ländern oder Thermalschwimmen. Witz und Wesen des Saunabades ist doch der Wechsel zwischen heiß und kalt, die kurze Zeit von wenigen Minuten in der Wärme, der sofort die Kaltwasseranwendungen folgen. Es trifft zwar zu, dass Wärme Blutgefäße erweitert (aber dies betrifft nur die Arterien), dass das Blut durch das Schwitzen etwas eingedickt wird (aber Flüssigkeit aus dem Zwischenzellgebiet füllt es schnell wieder auf). Und eine Thrombose, die in der Sauna noch nie beobachtet worden ist, wird sicher durch die nachgewiesene Zunahme von Stoffen verhindert, die dem entgegenwirken.

Zweckmäßiges Verhalten bei Wärme und Kälte sollte für Venenpatienten selbstverständlich sein. Liegen in der Sauna und nur die letzten ein bis zwei Minuten aufrecht sitzen, bevor man hinausgeht, wird von allen Fachleuten empfohlen. Nach ruhigem Hinabsteigen und Hinausgehen ohne stehen zu bleiben, wird der Kaltwasserguss auf die betroffenen Beine empfohlen. Auch das Einsteigen in ein kaltes Becken fördert eine Tonisierung der Venen. Die Kaltwasseranwendungen werden in der „Abkühlphase“ (im Allgemeinen etwas länger als die „Aufheizphase“ in der Sauna) mehrmals wiederholt, bis die Empfindung einen wieder ausgeglichenen Wärmezustand erkennen lässt.

Die nach jeder Kaltwasseranwendung empfohlenen Fußwärmbäder, bei denen lediglich die Füße maximal bis zu den Knöcheln in gut warmes Wasser gestellt werden, haben den Zweck, die arterielle Gefäßverengung durch die Kältereize schnell wieder aufzuheben, um den Wärmetransport von innen an die Haut zu beschleunigen. Der Vorgang verläuft auf dem Nervenwege und wird als „Reflex“ bezeichnet. Auch Venenpatienten sollten auf die Maßnahme nicht verzichten.

Dr. Fritzsche

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