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Die Aufguss-Richtlinien wurden erstmals 2011 verabschiedet und haben sich seitdem bewährt. In den letzten Monaten hat der dafür zuständige Ausschuss Saunabetrieb des Deutschen Sauna-Bundes / der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen eine Überarbeitung vorgenommen. Mehrere schwere Unfälle bei der Aufguss-Durchführung haben dieses mit veranlasst. Die Notwendigkeit der Überarbeitung wurde im Nachhinein bedauerlicherweise auch dadurch deutlich, dass ein unsachgemäßer Aufguss am Jahresende 2016 sogar zu einem Todesfall führte.

Die Entwurfsfassung befindet sich bis Ende Februar im Einspruchsverfahren. Einige Mitgliedsbetriebe haben bereits davon Gebrauch gemacht. Dabei haben einige Einsprecher auch Unverständnis über Neuerungen in den Richtlinien zum Ausdruck gebracht. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Qualifikation des Aufgusspersonals mit der Einführung einer Fachkraft für Saunaaufgüsse. Dies war notwendig, um bei der gegenwärtigen expansiven Aufgusssituation und den Risiken dafür zu sorgen, dass qualitativ gute, aber vor allem sichere Aufgüsse vom Betriebspersonal mit ausreichenden Kenntnissen durchgeführt werden. Dazu sollen die Aufgüsse bei Anwesenheit eines Saunameisters oder einer Fachkraft für Saunaaufgüsse durchgeführt werden. Die Schulung der Aufgießer kann auch betriebsintern erfolgen. Darüber hinaus wird jetzt vorgeschlagen, die mögliche Aufgussdauer um zwei Minuten zu verlängern. Die Aufgusspraxis der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass eine solche zeitliche Erweiterung möglich ist, wobei die Gesamtaufenthaltszeit des Gastes die seit Langem bewährten 15 Minuten nicht überschreiten soll. Die Richtlinien empfehlen außerdem, einen Aufgussplan als Service für die Gäste auszuhängen. Neu ist, dass dem Badbetreiber vorgeschlagen wird, ebenfalls die Intensität der Aufgüsse sowie die Temperatur der Aufgusssauna anzugeben.

Kritisiert wird momentan ebenfalls das Einspruchsverfahren. Dieses unterliegt den dafür geltenden Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. Danach ist ein Blaudruck kostenpflichtig. Allerdings können bei der DGfdB bestimmte Mitgliedergruppen im Rahmen der Mitgliedschaft Richtlinien kostenlos beziehen. Dafür hat die DGfdB vor einiger Zeit eine Beitragserhöhung vorgenommen. Beim Sauna-Bund wurde eine Beitragserhöhung nicht durchgeführt, der Bezug der Richtlinien ist deshalb weiterhin kostenpflichtig. Dies ist möglicherweise unverständlich, wenn die genannten Hintergründe nicht bekannt sind. Es wird in den Ausschüssen der DGfdB und des Sauna-Bundes zu diskutieren sein, wie Entwürfe von Richtlinien demnächst einfacher bekannt gemacht werden können. Bis zu dieser Klärung stellt der Deutsche Sauna-Bund den Blaudruck der Aufguss-Richtlinien im Mitgliederbereich seiner Website ab dem 1. Februar zur Einsicht online.

Letztlich muss noch darauf hingewiesen werden, dass im Zusammenhang mit dem Einspruchsverfahren Gerüchte kursieren, dass die Aufguss-Richtlinien weitere Einschränkungen vorsehen würden. Dies ist allerdings nicht der Fall.

Der Deutsche Sauna-Bund beabsichtigt mit den Aufguss-Richtlinien, den Betrieben eine empfohlene Plattform zu bieten, um geschäftliche Tätigkeiten in einem weitgehend rechtssicheren Rahmen durchzuführen. Dafür ist das Einspruchsverfahren eine Grundlage für Diskussionen. Selbstverständlich ist der Deutsche Sauna-Bund an einem konstruktiven Austausch mit seinen Mitgliedern interessiert.
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